Reisebericht

Gran Canaria #2 – Ein bisschen Ruhe

10. Mai 2015
grancanaria#2

Raus aus Las Palmas! Nach einem Monat in der Inselhauptstadt von Gran Canaria wollte ich ein bisschen mehr Ruhe und so bin ich nach San Felipe in ein Surfcamp weiter gezogen.

San Felipe liegt eine halbe Sunde Busfahrt westlich von Las Palmas, aber immer noch an der Nordküste. Das Dorf besteht gerade mal aus einer kleinen Hauptstraße, ein zwei Bars, einer kleinen Kirche, einem kleinen Felsstrand und Vagabundos, dem lokalen Surfspot. Seitdem ich vor ein paar Wochen mit dem Surfen begonnen habe, bin ich fast jeden Tag im Wasser gewesen. Ich glaube, der Surfvirus hat mich infiziert…

Ich bin hier im Atlantis Surf Hostel untergekommen, indem Trixi (eine Freundin aus Magdeburg) gerade als Volunteer arbeitet. Das Hostel gehört Nikki und José, die beide schon seit mehr als 10 Jahren als Surflehrer arbeiten. Nikki kommt ursprünglich aus Deutschland, ist damals aber hierher ausgewandert um ihren Traum zu leben.

Wasserdampf

Leider nur halb so schön wie live…

Nach der Hektik in der Stadt ist die Ruhe hier wunderbar! Keine 10 Meter vom Wasser entfernt steht das Hostel und nachdem man den Sonnenuntergang von der Dachterrasse bestaunt hat, kann man bei Wellenrauschen ganz gemütlich einschlafen. Ab und zu ereignet sich hier abends ein super schönes Naturschauspiel, wenn die Sonne nur noch gerade so über der nächsten Bergkuppe hervor schaut und den vom Meer kommenden Wasserdampf anstrahlt…

Altstadt2

Aufwändige Hausfassaden in Teror

Altstadt

Basilica de Nuestra Señora del Pino

Vor kurzem war ich mit Trixi das erste Mal in einem Bergdorf hier auf der Insel, um einen Käsemarkt zu besuchen. Vorbei an riesengroßen Bananenplantagen schlängelt sich der Bus auf den kurvenreichen Bergstraßen immer höher in die Berge, bis er nach knapp einer Stunde Fahrt Teror auf 550 Metern erreicht. Erstaunlich ist die zunehmende Vielfalt der Pflanzen je höher man kommt. Anscheinend trägt hier der von Nordost kommende feuchte Passatwind dazu bei, dass die Hänge im Norden der Insel genügend Feuchtigkeit abbekommen und dementsprechend auch gut bewachsen sind.

Teror hat eine besondere religiöse Bedeutung auf der Insel und dient den Canarios am 8. September jeden Jahres als Wallfahrtsort. Im Zentrum der Altstadt steht die Basilica de Nuestra Señora del Pino, in dessen Mittelpunkt die Virgen del Pino Statue aufbewahrt wird. Auf Gran Canaria gilt sie als Schutzpatronin der gesamten Insel und ist über und über mit prunkvollem Schmuck behängt. Ausserhalb der Basilika machen die schönen Hausfassaden mit den typischen geschnitzten Balkonen auf die Bedeutung dieses Ortes aufmerksam.

käsemarkt

Da ist jemand ganz heiß auf Käse…

Altsatdt

Handgeschnitzte Balkone

Damit ich hier umsonst wohnen kann, gestalte ich übrigens gerade eine neue Homepage für das Hostel. Schau’ doch mal rein wenn du Lust hast: www.atlantissurfhostel.de

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